Koreanisch Essen
Am Dienstag haben Anja und ich erstmal ausgeschalfen. Der Jetlag hat sich immer noch bemerkbar gemacht und wir haben bis um 11:30Uhr geschlafen. Kurz nachdem wir aufgewacht sind, hat sich dann Mr. Kim, der Professor, der Anja hier unterstützt, angerufen und gefragt, ob es weiterhin bei der Verabredung um 12Uhr zum MIttagessen bleibt.
Anja hatte das total vergessen, also haben wir uns schnell in die Klamotten geschmissen und haben, wie es in Korea üblich ist, warm gefrühstückt. (Naja, eigentlich wars ja das Mittagessen...)
Und zwar typisch koreanisch.
Die Restaurants hier sehen von aussen alle aus wie billige kleine Imbisse, da sie mit Plakaten in grellen Farben gepflastert sind und die Fensterscheiben mit dem Namen oder auch Werbung und natürlich mit Bildern von den Gerichten (letzteres ist für uns ganz praktisch) beklebt sind. Sieht echt billig aus. Aber dahinter kann sich echt leckeres Essen verbergen!
In dem Restaurant in dem wir mit Mr. Kim waren, konnte man nur auf dem Fußboden sitzen. Ich hab ja kurze Beine, also hab ich in der Hinsicht nicht das Problem. Nur im Schneidersitz sitzen ist echt nicht mein Ding. Anja hat sich schon dran gewöhnt und hält es länger aus als am Anfang :-) Ich musste immer wieder meine Sitzposition ändern...
Am Eingang zieht man immer seine Schuhe aus und ich hatte natürlich meine grellsten Socken an, die ich mithatte. Aber da ich schon mal einen Mann in Anzug mit blau-rot gestreiften Socken gesehen habe, scheint das wohl nicht ganz so schlimm zu sein.
Es gab Schweinefleisch, das meist mit einer Schere in mundgerechte Stücke geschnitten wird. Diese werden dann am Tisch erst gebraten. Also sitzt man da und wartet bis das Fleisch fertig ist. Zu dem Fleisch gibt es dann unzählige Beilagen. Wir hatten diesmal 8 oder 9. Das reicht dann von Kimchi bis zu Tofu, Chilies, irgendwelche anderen undefinierbaren Gemüsesachen, diverse Saucen bis hin zu Suppe, die man meist mit dem Reis automatisch dazubekommt.
Das fertige Fleisch und die gewünschten Beilagen werden dann in den Salat gewickelt und dann in den Mund gestopft. Aber wirklich gestopft. Hier kann man seinen Kindern nicht sagen: "Nimm nicht so viel auf einmal in den Mund" Ich hab es ein paar Mal versucht, aber ich konnte mich nicht wirklich damit anfreunden und als einmal fast der Würgereiz einsetzte, hab ich mich entschieden zumindest vorher einmal abzubeißen... Denn allein das Salatblat füllt schon meinen gesamten Mund. :-)
Koreanisch zu Essen ist aber total toll, vor allem weil jeder nicht sein eigenes Gericht hat, sondern man hat ganz viel zur Auswahl und es is auch nicht schlimm, wenn man es nicht aufisst, denn es is so viel, dass es eh nicht aufgegessen wird :-)
Wenn ich eine neue Kamera habe, werde ich dieses Essenserlebnis mal fotografieren.
Ich hab jetzt schon die gängigsten koreanischen Sachen ausprobiert udn ich weiß jetzt auch, was ich ganz gerne mag. Leider hab ich keine Ahnung wie die Gerichte heißen :-)
Original koreanisches Chinesisch haben wir auch schon gegessen und echtes indisches Essen mit Zutaten, die original aus Indien kommen, haben wir auch schon genossen. (Fast leckerer als koreanisch)
So viel von Essen geschrieben, jetzt hab ich Hunger! Anja ist grad beim Sprachkurs, da werd ich jetzt ein paar koreanische Instantnudeln probieren!
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